Prey, 2017 von Arkane Studios veröffentlicht, ist ein erstklassiger Ego-Shooter mit immersiven Sim-Elementen, der Action und Abenteuer geschickt verbindet. Auf der Raumstation Talos I, die 2032 den Mond umkreist, übernimmst du die Rolle von Morgan Yu und erwachst in einer von feindlichen Aliens namens Typhon verseuchten Anlage. Der Fokus liegt auf Überleben durch Erkundung, Kämpfe und den schlauen Einsatz von Fähigkeiten - inspiriert von Klassikern wie System Shock und Deus Ex.
Gameplay
Prey bietet auf der ausgedehnten Station Talos I maximale Freiheit bei der Bewältigung von Herausforderungen. Du bewegst dich durch vernetzte Bereiche, knackst Rätsel und stellst dich Typhon-Gegnern, die Objekte imitieren oder psychische Kräfte einsetzen. Im Kampf setzt du Schusswaffen, Werkzeuge wie die GLOO Cannon zur Feindimmobilisierung und Neuromods ein, die Superkräfte wie gesteigerte Stärke oder Alien-Tarnung freischalten. Ressourcenmanagement ist zentral: Ein Recycling-System zerlegt Gegenstände in Materialien, aus denen du neue Ausrüstung herstellen kannst. Gründliche Erkunder werden mit versteckten Wegen und Geheimnissen belohnt, die Story-Details und Upgrades liefern.
Das Immersive-Sim-Design sorgt für vielfältige Lösungswege. Verschlossene Türen lässt du hacken, mit roher Kraft aufbrechen oder durch Lüftungen umgehen - je nach Skills. Kämpfe können frontal oder stealthig ablaufen, und Typhon passen sich an, was abwechslungsreiche Taktiken erfordert. So entsteht ein spannender Kreislauf aus Scouting, Ressourcensammeln, Ability-Upgrades und Fortschritt in der Story inmitten tödlicher Bedrohungen.
Game Modes
Prey konzentriert sich auf eine reine Singleplayer-Kampagne ohne Multiplayer-Anteile. Die Erfahrung dreht sich um die Hauptgeschichte, in der du deinen Spielstil durch Pfad- und Ability-Wahlen anpasst. Schwierigkeitsstufen variieren Gegnerstärke und Ressourcenknappheit, doch es gibt keine Wettkampf- oder Koop-Modi. Replay-Wert entsteht durch unterschiedliche Skill-Builds und narrative Entscheidungen, die das Ende beeinflussen.
Story and Setting
Die Handlung enthüllt sich durch Umgebungserzählung und Audio-Logs über die fehlgeschlagenen Experimente der TranStar Corporation. Als Morgan Yu deckst du persönliche Geheimnisse und die Ursprünge der Typhon-Bedrohung auf. Das 60er-Jahre-Luxusdesign von Talos I kontrastiert mit dem Sci-Fi-Horror und erzeugt Isolation und Paranoia. Wichtige Mechaniken wie Neuromods, die Typhon-Kräfte verleihen, greifen in die Story ein und bestimmen, wie die Stationssicherheit auf dich reagiert.
Is It Worth Playing?
Prey erhielt starke Kritiken mit einem OpenCritic-Durchschnitt von 81 bei 166 Bewertungen und rangiert damit in den Top 14 % der Spiele. Spieler loben die tiefe Erkundung und flexible Mechaniken, bemängeln aber teils Rückkehrpflichten. Stand 2026 ist es ein abgeschlossener Standalone-Titel ohne laufende Updates oder Seasons, doch das Komplettpaket überzeugt nach wie vor. Wer nachdenkliche Ego-Shooter mit Fokus auf Wahlfreiheit und Atmosphäre statt Action-Overkill mag, findet in Prey ein packendes Erlebnis - besonders lohnenswert für Fans alternativer Strategien beim Neustart.