OMORI ist ein psychologisches Horror-RPG, das rundenbasierten Kampf mit intensiver Story-Erkundung verbindet und Spieler in eine Geschichte über Erinnerung, Freundschaft und psychische Gesundheit eintauchen lässt. Entwickelt von OMOCAT, lädt dieser Indie-Titel dazu ein, einen jungen Protagonisten durch traumhafte Welten und alltägliche Schauplätze zu führen - Entscheidungen prägen den Ausgang einer emotionalen Reise.
Gameplay
Im Kern von OMORI wechselt man zwischen der bunten Traumwelt Headspace und der realistischeren realen Welt von Faraway Town. Die Erkundung erfolgt aus Top-Down-Perspektive: Man löst Rätsel, erledigt Nebenquests und nutzt charakterspezifische Fähigkeiten, um sich durch die Umgebungen zu bewegen. Der Kampf basiert auf einem rundenbasierten System mit Emotionen-Mechanik - Zustände wie Happy, Angry, Sad und neutral beeinflussen die Kämpfe.
Diese Emotionen folgen einem Schere-Stein-Papier-Prinzip: Happy besiegt Angry, Angry überwindet Sad, und Sad kontert Happy. Jeder Zustand verändert die Stats passend dazu, etwa Angry mit höherem Angriff, aber geringerer Verteidigung, oder Happy mit gesteigerter Speed und Luck bei reduzierter Trefferquote. Spieler verwalten einen gemeinsamen Energievorrat für Folgeangriffe, der durch erlittenen Schaden aufgefüllt wird, sowie zwei Ressourcen: Heart für Leben und Juice für Skills. In Headspace dienen Clams als Währung für Ausrüstung, in der realen Welt Dollars.
Game Modes
OMORI ist ein reines Singleplayer-Spiel ohne Multiplayer-Elemente. Die Struktur gliedert sich in Abschnitte in Headspace, wo man eine Party aus Omori, Aubrey, Kel und Hero steuert, sowie Teile in Faraway Town, die mit dem Protagonisten Sunny allein beginnen. Entscheidungen - ob man Figuren wie Basil konfrontiert oder drinnen bleibt - führen zu verzweigten Pfaden und mehreren Enden, die die Story-Auflösung verändern.
Characters and World
Im Zentrum steht Sunny, ein zurückgezogener Teenager, und sein Traum-Alter-Ego Omori. Freunde wie Aubrey, Kel, Hero und der ängstliche Basil sind in beiden Welten entscheidend, ergänzt durch Mari als Omoris verstorbene Schwester. Headspace präsentiert farbenfrohe, skurrile Gegenden mit schrägen Feinden und Verbündeten - im Kontrast zur gedämpften, realistischen Atmosphäre von Faraway Town.
Is It Worth Playing?
Mit über 1 Million verkauften Exemplaren bis Dezember 2022 und Ports für Nintendo Switch sowie PlayStation 4 im Jahr 2022 mit zusätzlichem Inhalt bleibt OMORI hochaktuell. Es erhielt durchweg positive Kritiken mit 86 Punkten auf OpenCritic, wo 100 % der Rezensenten es empfehlen - vor allem für Soundtrack, Artstyle und sensible Themen wie Angst und Depression. Kritikpunkte sind teils holpriges Storytelling-Pacing und flacherer Kampf.
Story-lastige RPGs mit psychologischer Tiefe à la Undertale oder EarthBound kommen hier voll auf ihre Kosten - OMORI bietet ein unvergessliches Erlebnis. Action-Fans oder Multiplayer-Jäger sollten vorbeischauen, doch für narrative Qualität ist es ein Muss.